| Title | Slug | Body | Excerpt | Status | Published ↓ | Author | admin |
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| Unterirdische Güterlogistik in der S21-Infrastruktur | unterirdische-gueterlogistik-in-der-s21-infrastruktur | Alternativen zum Weiterso
Eine wissenschaftliche Studie bestätigt nun die Plausibilität: In den S21-Tunneln müssen nicht auf Gedeih und Verderb Züge fahren.
Am Freitag, 16. April haben die Professoren Dr. Philipp Precht und Dr. Mathias Wilde von der Hochschule Coburg diese von ihnen erstellte eindrucksvolle Studie der Presse vorgestellt.
Hier ist sie: (hier die Studie als pdf-Datei)
Die Präsentation fand am Freitag, 17. April im Rahmen einer digitalen Pressekonferenz statt.
hier die Präsentations-Folien als pdf-Datei
In einer Pressemeldung dazu schreibt das Aktionsbündnis:
(hier die Pressemeldung als pdf-Datei)
S21-Tunnel und -baugrube könnten für ein System vollautomatisierter Güterlogistik wirtschaftlich betrieben werden, würden eine erhebliche Entlastung der Innenstadt von Güter- und Lieferverkehren ermöglichen und wären ein „signifikanter Beitrag zur Reduzierung von Emissionen“.
Das ist das Ergebnis einer Plausibilitätsstudie, die die Logistik-Professoren Dr. Philipp Precht und Dr. Mathias Wilde von der Hochschule Coburg im Auftrag des Aktionsbündnisses erstellt haben[1]. Precht arbeitet schwerpunktmäßig zu Logistik und Supply Chain Management, Wilde im Bereich regionale Verkehrsgestaltung und nachhaltige Mobilität.
Der Straßengüterverkehr nimmt zu, vor allem der Lieferverkehr. Das beeinträchtigt Gesundheit, Sicherheit und Lebensqualität der Bürger*innen, insbesondere in Innenstädten wie Stuttgart. Zudem erzeugt der Verkehr große Mengen an Treibhausgasen. Ernst zu nehmende Klimapolitik muss deshalb auch die Verkehrswende in der Güterlogistik anstreben.
Deshalb wird seit einiger Zeit weltweit mit Konzepten unterirdischer City-Logistik (U-Logistik) experimentiert. Am weitesten in Deutschland ist Hamburg; dort wurde nach dem positiven Ergebnis einer Machbarkeitsstudie ein entsprechendes Projekt gestartet. Die Klimabilanz von U-City-Logistik hängt allerdings entscheidend davon ab, ob bestehende Infrastruktur genutzt oder neue aufwändig, mit viel Betoneinsatz und damit THG-Emissionen gebaut werden muss. Hier bietet Stuttgart mit der bereits erstellten S21-Infrastruktur ideale Voraussetzungen: Sie ermöglicht Verbindungen von den Güterumschlagplätzen an den Stadträndern direkt zu einem zentralen Umschlagplatz, einem „City-HUB“ in der Baugrube.
Zunächst ermittelten Precht und Wilde mit einer aufwändigen Methodik, dass in einem erweiterten Innenstadtbereich pro Jahr 1.5 Mio. Paletten, was 121 Mio. Packstücken entspricht, verlagerbar sind. Eine betriebswirtschaftliche Rechnung in verschiedenen Szenarien ergibt einen mittelern Preis von 6 € pro Palette für den Transport auf der vorletzten Meile – eine Größenordnung, die laut Gutachter in der Logistikbranche als wettbewerbsfähig gilt. Die Feinverteilung auf der letzten Meile, v.a. vom City HUB Bahnhofsgrube aus übernehmen dann elektrische Kleinfahrzeuge, wie z.B. Lastenräder. Für die CO2-Emissionen ergibt sich je nach Szenario ein Einsparpotential von 322 bis 1.070 t CO2 pro Jahr.
Nachdem sich das Konzept nach Aussage der Wissenschaftler als „plausibel“ erwiesen hat, empfehlen sie als nächsten Schritt eine Machbarkeitsstudie, wie sie in Hamburg bereits erfolgreich durchgeführt wurde. Nicht Auftragsgegenstand der Studie war die Frage, ob und wie welche Elemente des bisher Gebauten bzw. Zerstörten erhalten bzw. umgenutzt werden können, um die S21-Anlagen für unterirdische Güterlogistik nutzen zu können. Daran arbeitet seit längerem das Expertenteam der Umstiegsgruppe des Aktionsbündnisses. Ein Update des Umstiegskonzepts soll in nächster Zeit vorgestellt werden.
Kontakt (auch zu den Autoren der Studie): Werner Sauerborn 0171 320 890 1
[1] Ph. Precht/ M. Wilde, Plausibilitätsstudie S21 Güterlogistik – Nutzung des S21-Systems für die unterirdische Güterlogistik im Sinne der „Vorletzten Meile“, Coburg, April 2021, s. www.umstieg-21.de | publish | 2021-04-16 09:30:32 | admin | ||
| Klima muss auch bei Stuttgart 21 höchste Priorität haben | klima-muss-auch-bei-stuttgart-21-hoechste-prioritaet-haben | (hier als pdf-Datei)
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Kretschmann!
Sehr geehrte Mitglieder des Landesvorstands der Grünen!
Mit der jüngsten Landtagswahl ist eine neue Lage entstanden: Die Grünen können viel deutlichere eigene Akzente setzen als bisher und klare Forderungen an die CDU richten.
Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 bittet Sie deshalb, bei den nun anstehenden Koalitionsverhandlungen besonders im Blick auf das Projekt „Stuttgart 21“ mit einer Neujustierung Ihrer Position Verantwortung für die Zukunft des Landes zu zeigen.
Dabei sollen nicht „Schlachten von gestern geschlagen“, sondern die aktuellen Problemstellungen berücksichtigt werden: allen voran der weit vorangeschrittene Klimawandel, aber auch die Gefahr, dass S21 zur Bauruine werden kann.
Zur Bauruine droht S21 zu werden, weil die Bahn ein detailliertes Brandschutzkonzept erst nach Abschluss aller Bauarbeiten vorlegen will. Gegenüber dem bislang von der Bahn vorgelegten unzulänglichen Konzept (siehe Report Mainz vom 30.3.21, kontext in taz vom 3.4.21 u.a.) werden ganz erhebliche – kostspielige und zeitraubende – Nachrüstungen gefordert werden bzw. für eine Betriebsgenehmigung erhebliche Einschränkungen des Zugverkehrs zu erwarten sein. Anders als beim ähnlich gelagerten Fall des BER dürfte eine nachträgliche Behebung der Brandschutzdefizite bei S21 gar nicht mehr möglich sein. Das Grundrecht auf Leib und Leben hat absolutem Vorrang, auch vor dem S21-Finanzierungsvertrag.
Sehr begrüßen wir, dass Sie „Klima, Klima und nochmal Klima“ zur höchsten Prioritär bei den jetzt beginnenden Koalitionsverhandlungen erklärt haben. Mit Stuttgart 21 liegt eine der entscheiden Stellschrauben für einen Ausstieg aus der Spirale der Erderhitzung in Ihrer Verantwortung als Landesregierung. Zur Bekämpfung des Klimawandels muss statt eines Rückbaus ein ganz erheblicher Zuwachs an Leistung und Attraktivität des gesamten Bahnknotens (inklusive Filderbereich) erreicht werden. Statt lediglich für Fernverbindungen ist ein Integraler Taktverkehr auch zum Regionalverkehr erforderlich, sowie ein leistungsfähiges S-Bahn-Notfallkonzept und eine ausreichende Redundanz von Verbindungen (z.B. bei Sperrung eines Tunnels). Weiterer Bodenversiegelung auf den Fildern und im Rosensteinareal müssen, ebenso wie beton- und damit CO2-intensiven sogenannten Ergänzungsprojekten Einhalt geboten werden. Alles muss auf den Prüfstand der Klimaverträglichkeit, auch und gerade Stuttgart 21!
Sollten Teile von Stuttgart 21 keinen leistungsfähigen Zugverkehr ermöglichen, böten die Tunnels die einmalige Chance, sie auf innovative Weise klimaschonend zu nutzen: für vollautomatischen führerlosen Warenverkehr zwischen Peripherie und Zentrum („City-Logistik“). Hierzu wird das Aktionsbündnis in Kürze detaillierte Vorschläge vorstellen.
Wir würden uns freuen, wenn Sie sich in den Koalitionsverhandlungen auf eine Vereinbarung in diesem Sinne verständigen könnten:
„Für das 1,5-Grad-Ziel beim Klimawandel ist das Land auf einen hoch attraktiven und leistungsfähigen Bahnverkehr angewiesen. Klimapolitische Kollateralschäden beim Bau von Bahninfrastruktur müssen vermieden werden. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass anstehende Baumaßnahmen und Vergaben grundsätzlich bis zur Klärung ihrer Folgen für Klima, Leistungsfähigkeit und Sicherheit ausgesetzt werden.“
Mit freundlichen Grüßen,
Martin Poguntke Dr. Eisenhart von Loeper Dr. Norbert Bongartz | publish | 2021-04-08 10:53:55 | admin | ||
| PM: Bahn erschwindelt Brandschutz-Genehmigungen | pm-bahn-erschwindelt-brandschutz-genehmigungen | (hier als pdf-Datei)
Für Stuttgart 21 wurden „Kaltereignisse“ als „Brand“ereignisse ausgegeben
Durch eingehende Analyse der Unterlagen zur S21-Brandschutzplanung der Deutschen Bahn hat das „Aktionsbündnis gegen S21“ aufgedeckt, dass die Bahn jahrelang Behörden, parlamentarische Gremien und Gerichte getäuscht hat: Die angeblichen Simulationen eines Brandereignisses und der anschließenden Rettung der Fahrgäste aus S21-Tunnels basieren lediglich auf „kalten“ Störfällen, bei denen kein Feuer und keinerlei giftiger Rauch vorkommen.
Dieter Reicherter, Vorsitzender Richter am Landgericht a.D. und einer der Juristen des Aktionsbündnisses: „Jahrelang hatte die Bahn lediglich ‚Handrechnungen‘ als Nachweis dafür vorgelegt, dass 1.757 Menschen – so viel fasst ein Doppelstockzug – innerhalb von 15 Minuten aus einem brennenden Zug im Tunnel gerettet werden könnten. Sie behauptete, Computersimulationen hätten ihre Handrechnungen bestätigt, obwohl sie tatsächlich weder damals noch später über solche Simulationen verfügte. Und das Verkehrsminister Andreas Scheuer unterstellte Eisenbahnbundesamt hat auf dieser untauglichen Grundlage Genehmigungen erteilt.“
Erst jetzt räumt die Bahn – in die Enge getrieben – ein, dass es sich bei einem Bericht der beauftragten Schweizer Firma Gruner AG nur um Simulationen für die Evakuierung bei einem Kaltereignis handelt. Da es bis heute für die Räumung von Zügen kein spezielles Simulationsprogramm gibt, wurden übrigens die Verhältnisse auf einem Schiff zugrunde gelegt. In der Mobilität eingeschränkte Menschen wurden überhaupt nicht berücksichtigt, was die Bahn jetzt ebenfalls eingestehen musste.
Zwischenzeitlich haben reale Zugbrände und praktische Rettungsübungen mehrfach weit längere Evakuierungszeiten gezeigt als die von der Bahn behaupteten. Insbesondere bleibt aber die Gefahr unberücksichtigt, dass sich die tödlichen Rauchgase im Tunnel schneller ausbreiten als die Menschen fliehen können. Bezeichnend ist auch, dass die S21-Tunnel in puncto Sicherheit noch nicht einmal dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Im Gegensatz etwa zum Eurotunnel aus den 1980-er-Jahren und der zurzeit geplanten zweiten S-Bahn-Stammstrecke in München fehlt die nötige „dritte Röhre“, um Feuerwehr und Rettungsdienste unverzüglich zur Brandstelle gelangen zu lassen. Bei S 21 müssen die Einsatzkräfte durch die Gegenröhre einfahren – allerdings erst, wenn dort alle Züge ausgefahren und die Leitungen geerdet sind.
Trotz Kenntnis dieser Umstände entziehen sich Regierungspräsidium, Stuttgarter Feuerwehr und oberster Katastrophenschützer des Landes, Innenminister Thomas Strobl ihrer Verantwortung und zeigen sich bislang nicht gesprächsbereit. Das Aktionsbündnis fordert deshalb einen Baustopp, bis existenzielle Probleme wie der Brandschutz gelöst sind. Ein Weiterwursteln wie bisher birgt die Gefahr einer Bauruine: Nach vielen weiteren Jahren und Milliardenausgaben könnte dem Projekt die Inbetriebnahme-Genehmigung verweigert werden. Zumindest aber sind massive Kapazitätsverluste zu erwarten, wenn aus Sicherheitsgründen weit weniger Züge als vorgesehen die Tunnel werden befahren können.
Kontakt: Dieter Reicherter, 07192 930 522
Martin Poguntke, 0151 403 602 56
Hinweis „Report Mainz“, 30. März 2021, 21.45 Uhr:
(u.a.) „Mangelnder Brandschutz bei Stuttgart 21? Kritiker erheben schwere Vorwürfe“. | publish | 2021-03-30 12:42:48 | admin | ||
| Nachruf auf Gangolf Stocker | nachruf-auf-gangolf-stocker | Von Norbert Bongartz Liebe Freundinnen und Freunde! Vielleicht haben Sie auch schon erfahren, dass Gangolf Stocker am letzten Freitag, nach einem längeren Krankenhaus-Aufenthalt im Hospiz gestorben ist, im Alter von 77 Jahren. Viele, die erst vor wenigen Jahren zum Widerstand gegen Stuttgart21 gestoßen sind, werden Gangolf Stocker vielleicht nicht mehr kennen. Aber den älteren unter uns ist Gangolf noch wohl vertraut, war er doch über viele Jahre - seit 1995 - einer der Kerne unserer Bewegung und der Mittelpunkt des politischen Widerstands gegen das Stuttgarter Größenwahnsinns-Projekt. Gangolfs markanter, bärtiger Kopf - er erinnerte mich immer an mittelalterliche Propheten-Darstellungen - ließ schon auf den ersten Blick seine Eigenständigkeit erkennen; er war zeitlebens ein Nonkonformist, ein kritischer Geist, der seine Überzeugungen lebte und damit oft aneckte - schon als kompromissloser Kriegsdienstverweigerer, als zeitweiliges Mitglied in der DKP und als Mit-Initiator, gewissermaßen als einer der Gründer des bürgerlichen Widerstands gegen Stuttgart 21. Sein Weitblick und sein politisches Denken veranlassten ihn schon 1995, die Initiative „Leben in Stuttgart - kein Stuttgart 21“ ins Leben zu rufen. Er engagierte sich ab dem November 2009 bald bei den Montags-Demos und er gründete mit vielen Gleichgesinnten unser Aktionsbündnis, dessen erster Koordinator und Sprecher er war, einem Patriarchen ähnlich. Als Gangolf seinen politischen Kampf gegen Stuttgart 21 als aussichtslos erachtete, hat er sich vor 10 Jahren resigniert aus dem Widerstand herausgezogen - leider - und den Kontakt zu uns abgebrochen, zum Aktionsbündnis, das seither sein Erbe - nicht resignierend - mit anderen, eher wissenschaftlichen und juristischen Schwerpunkten weiter verfolgt. Als Gangolfs Erben sind wir dankbar und stolz über seine Pionierarbeit. Wir werden sein Erbe fortsetzen und unbeirrt weiter angehen gegen die immer durchsichtigeren, unredlichen, wahrscheinlich finalen Vernebelungsversuche der Projektpartner. | publish | 2021-03-28 18:57:20 | admin | ||
| PM: Wenn der Rubel rollt, statt der Züge | pm-wenn-der-rubel-rollt-statt-der-zuege | (hier als pdf-Datei)
Keine Gehaltserhöhungen für Bahnvorstand bei mangelhafter Leistung!
Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 reagiert mit Entsetzen auf das Ansinnen des Bahn-Vorstands, sich vom Bahn-Aufsichtsrat Gehaltserhöhungen in Höhe von 10 Prozent beschließen zu lassen. Bündnissprecher Martin Poguntke: „Es gab in der Geschichte der Bahn noch nie so hohe Schulden, so marodes Gleismaterial und so unpünktliche Züge – und die Verantwortlichen wollen sich dafür mit einer dicken Erhöhung ihrer ohnehin unangemessen hohen Gehälter „belohnen“ lassen – das darf ja wohl nicht wahr sein. Nicht der Rubel sollte rollen, sondern die Züge – womöglich sogar (bildlich gesprochen) die Köpfe der Verantwortlichen.“
Vor allem auch angesichts dessen, dass die Beschäftigten der Bahn mit 1,5-prozentigen Erhöhungen ihrer viel geringeren Löhne abgespeist werden sollen, erscheint uns das Ansinnen des Bahnvorstands geradezu obszön. Allein für die 90.000 Euro, um die das Gehalt für Bahnchef Richard Lutz auf sage und schreibe 990.000 Euro erhöht werden soll, muss ein normaler Bahn-Angestellter zwei Jahre lang arbeiten.
„Als öffentlich-rechtlich verantwortlicher Staatskonzern verbietet es sich, dass die Bahn massiv mit zweierlei Maß Spitzen- und Niedriglöhne austeilt“, so der Jurist und Co-Sprecher Dr. Eisenhart von Loeper. Sie hat einen grundgesetzlichen Auftrag, einen guten Bahnverkehr zu garantieren und darf nicht zum Selbstbedienungsladen für Spitzenverdiener werden. Statt ihrem Auftrag nachzukommen, macht sich die Bahn – befördert von eben diesen Bahn-Vorständen – zur Melkkuh, über die unsinnige Großaufträge an Bau- und Digitalwirtschaft generiert werden. Die immer höheren Summen, die in den letzten Jahren vom Bund in die Bahn gesteckt werden – auch die im Grunde berechtigten Corona-Hilfen –, sind an keinerlei Kontrolle gebunden, ob sie überhaupt positive Auswirkungen haben.
Trauriger Höhepunkt dieser systematischen Fehlleitung von Geldern ist das Projekt Stuttgart 21, bei dem derzeit mit weiteren geplanten sogenannten „Ergänzungsbauwerken“ gerettet werden soll, was nicht mehr zu retten ist. Unterm Strich würde das Projekt so mindestens 15 Milliarden verschlucken, aber den Bahnverkehr verschlechtern. Ganz zu schweigen von der gigantischen Produktion von klimaschädlichen Gasen durch den Stahlbeton für dann 90 km an Tunnelröhren.
Statt nun frech Gehaltserhöhungen durchzuwinken, fordern wir vom Aufsichtsrat, eine Denkpause für S21 zu beschließen und sämtliche bei der Bahn eingesetzten Gelder auf ihre Auswirkungen auf Leistung, Klima und Sicherheit überprüfen zu lassen.
Kontakt:
Martin Poguntke, 0151 403 602 56
Eisenhart von Loeper, 07452 4995 | publish | 2021-03-24 11:29:22 | admin | ||
| 555. Montagsdemo - mit Gregor Gysi, Christoph Sieber, Kathrin Hartmann, Timo Brunke u. a. | 555-montagsdemo-mit-gregor-gysi-christoph-sieber-kathrin-hartmann-timo-brunke-u-a-2 |
Die 555. Montagsdemo findet am 15. März 2021 nicht auf dem Marktplatz, sondern um 18 Uhr online statt. Die Kundgebung wird von OBEN BLEIBEN-TV gesendet und ist mit folgenden Links abzurufen:
https://www.parkschuetzer.de/videos/
Es wird bis auf Weiteres jede Woche eine virtuelle Kundgebung um 18:00 Uhr im Netz geben. Wie immer mit Kultur, Reden und Moderation. Und wie immer mit allen aktuellen Informationen.
Redner:
| publish | 2021-03-14 18:28:24 | admin | ||
| Wirtschaftlichkeitsmanipulation des Staatsekretärs Bilger zur Gäubahn | wirtschaftlichkeitsmanipulation-des-staatsekretaers-bilger-zur-gaeubahn | Wie nicht anders erwartet betrachtet der Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur bei der Standardisierten Bewertung des nach ihm benannten „Bilgertunnels“ die gesamte Gäubahnstrecke Singen-Stuttgart zusammen mit dem von ihm ins Spiel gebrachten Tunnel. Es war von vornherein klar, dass der Tunnel allein niemals wirtschaftlich sein konnte, ergo greift man wieder mal zu einem unzulässigen Rechentrick, um die Wirtschaftlichkeit herbeizumanipulieren.
Dazu der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft, Steffen Siegel: „Der zweigleisige Ausbau der Gäubahn südlich von Horb ist zwar wichtig, hat aber mangels wirtschaftlicher Zusammenhänge nichts mit dem Filderabschnitt von Stuttgart 21 zu tun. Vielmehr ist dieser Teil des Gäubahnausbaus schon seit den 90er-Jahren im Vertrag von Lugano zwischen Deutschland und der Schweiz fixiert worden. Der Streckenausbau hier ist seit Jahrzehnten überfällig – ein dramatisches Versagen aller von der CSU gestellten Verkehrsminister!
Zweierlei macht der trickreiche Vorstoß von Sts. Steffen Bilger deutlich:
Erstens das Scheitern der über 20jährigen Planung des Filderabschnitts / östliche Flughafenanbindung. Wozu sonst der Vorschlag einer so spektakulären Alternative?
Zweitens: die Untauglichkeit von Bilgers Ergänzungstunnel: Durch Vermischung mit dem schon immer allseits geforderten Ausbau der südlichen Gäubahn soll kaschiert werden, dass diese zusätzliche 2 x 12 Kilometer lange Tunnel nach einer jüngst veröffentlichten Studie des Aktionsbündnisses
| publish | 2021-03-04 13:13:36 | admin | ||
| Auf den falschen Berg gestiegen | auf-den-falschen-berg-gestiegen | Bahn feiert „Bergfest“ Stuttgart 21 am 27. und 28. Februar. 14 von 28 Kelchstützen seien fertiggestelltMag ja sein, dass die Bahn anspruchsvolle Kelchstützen bauen kann. Einen vernünftigen Bahnhof bauen kann sie jedenfalls nicht. Dazu passt, dass Stuttgart-21-Architekt Ingenhoven seinen Verdienst laut einem Interview mit den Stuttgarter Nachrichten im Bau eines „avancierten und fortschrittlichen Gebäudes“ sieht. Dass es dabei um einen großen Bahnhof an einem wichtigen Bahnknoten ging, hat Ingenhoven wohl nicht verstanden.Wieder inszeniert die Bahn eine Jubelfeier, die letztlich der Steuerzahler finanziert. Das große Tamtam, passend zur Landtagswahl, soll davon ablenken, dass das Vorhaben an allen Ecken und Enden ins Schleudern gerät:
| publish | 2021-02-27 19:37:34 | admin | ||
| „Ergänzungprojekte“: Das zweite Stuttgart 21 | ergaenzungprojekte-das-zweite-stuttgart-21 | Weitere 5,5 Milliarden Euro und weitere 730.000 Tonnen Treibhausgase, die den Klimawandel beschleunigenEine Kostensteigerung um weitere 5,5 Milliarden Euro sowie 730.000 Tonnen zusätzlich emittierter Treibhausgase – das ist das Resümee eines Gutachtens zu den Auswirkungen der sogenannten Ergänzungsprojekte zu Stuttgart 21, das der Verkehrsberater Karlheinz Rößler im Auftrag des Aktionsbündnisses erstellt hat. Bei diesen „Ergänzungsprojekten“ handelt es sich im Wesentlichen um vier zusätzliche Tunnelvorhaben mit einer Gesamtlänge von über 47 Kilometer, die das Stuttgart-21-Tunnellabyrinth (ohne Neubaustrecke Wendlingen-Ulm) auf weltrekordverdächtige 105 Kilometer erhöhen würden. Bei den von verschiedenen Lagern der Projektunterstützer und -förderer ins Spiel gebrachten Vorhaben handelt es sich um
| publish | 2021-02-22 11:09:59 | admin | ||
| Längst überfällige Konsequenz aus langjähriger Fehlplanung | laengst-ueberfaellige-konsequenz-aus-langjaehriger-fehlplanung | Zum Planungsstopp für die Stuttgart-21-Fildertrasse West (PFA 1.3b)„Besser spät als gar nicht bemerken nun die Verantwortlichen das Scheitern der S21-Filderplanungen“, so Steffen Siegel von der Schutzgemeinschaft Filder zu den gestern vom Grünen Regierungspräsidenten Wolfgang Reimer veranlassten Stopp der Anhörungen - und damit des Planungsverfahrens - für den Fildertrassenabschnitt, der die Gäubahn zum Flughafen führen sollte. Seit Jahren ist die Strecke wegen des dort vorgesehenen Mischverkehrs umstritten, der die gemeinsame Nutzung der ohnehin stark belasteten S-Bahnverbindung mit dem zusätzlichen Fernverkehr von/zum Süden von/zum Flughafen bzw. Hauptbahnhof überfordert hätte. Die jetzt vorgeschlagene Lösung eines zehn Kilometer langen doppelröhrigen Tunnels toppt allerdings noch die bisherigen Fehlplanungen. Er würde weitere Milliarden kosten, eine Fertigstellung auf den Sankt Nimmerleinstag verschieben, Notlösungen der Gäubahnanbindung verewigen und vor allem mit weiteren hunderttausenden Tonnen an CO2-Emmissionen Öl ins Feuer der Erderwärmung gießen. (Das Aktionsbündnis wird hierzu in den nächsten Tagen eine Studie über Klimaauswirkungen und Kostenfolgen der sog. Ergänzungsprojekte veröffentlichen.) Als historisches Kuriosum bewertet es Siegel, dass nun ausgerechnet eine Initiative aus den Reihen der CDU den entscheidenden Sargnagel für die seit über 20 Jahren geplante und von den S21-Kritikern immer als bahntechnisches NoGo bemängelte Trasse einschlägt: Steffen Bilger, CDU-Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, hatte mit seiner „Alternativlösung“ indirekt die bisherige 20-jährige Fehlplanung bestätigt, worauf Reimer die längst überfällige Konsequenz zog, dass nicht weitergeplant oder gar gebaut werden könne, wenn die bisherige Lösung zumindest massiv infrage steht. Statt zwischen zwei gleichermaßen untauglichen Lösungen zu wählen, fordert Steffen Siegel auch im Namen des Aktionsbündnisses den unbefristeten Erhalt der Panoramabahn und ihre oberirdische Zuführung in den Hauptbahnhof. Wie hier gebietet die Vernunft auch an anderen Stellen des Projekts zumindest ein Innehalten bis die Vorbehalte gegen die bisherige Planung entweder entkräftet oder durch praktikable, d.h. finanzierbare und klimaverträgliche Alternativen ersetzt werden können. Das gilt für den Weiterbau am östlichen Teil der Fildertrasse (vom Flughafen bis zum geplanten Fildertunnel), die nur künstlich vom Planungsabschnitt West getrennt wurde. Das gilt für den City-Tiefbahnhof selbst, der wegen seiner Kapazitätsmängel durch den Vorschlag eines unterirdischen Ergänzungs-Kopfbahnhofs von Verkehrsminister Hermann ebenso infrage gestellt wird wie die bisherige Fildertrasse von Staatssekretär Bilger. Und das gilt besonders fürdie S21-Tunnelanlagen, deren mangelnder Brandschutz massiv in der Kritik steht. Kontakt: Steffen Siegel 0162 692 51 86 Werner Sauerborn 0171 320 980 1 | publish | 2021-02-10 11:49:33 | admin |
Die 555. Montagsdemo findet am 15. März 2021 nicht auf dem Marktplatz, sondern um 18 Uhr online statt. Die Kundgebung wird von OBEN BLEIBEN-TV gesendet und ist mit folgenden Links abzurufen: